Liebe Gemeinde,

war das ein merkwürdiges Weihnachtsfest! Und auch das neue Jahr begann in diesem Jahr anders als gewohnt. Keine Gottesdienste, viel, viel Abstand zueinander, nur schriftliche oder fernmündliche Grüße und Glückwünsche. Mir hat da einiges gefehlt und Ihnen vermutlich auch. Aber nun hat ein neues Jahr begonnen und ich wünsche Ihnen sehr herzlich, dass es ein gesegnetes Jahr für Sie wird – mit guten Begegnungen (nicht nur aus der Ferne), mit Kraft und Freude und irgendwann mit einem kräftigen Durchatmen.
Die drei Gestalten auf dem kleinen Bild erinnern uns an die „Weisen aus dem Morgenland“. In diese Woche fällt ja das Epiphaniasfest, zu dem diese Geschichte gehört. Drei „Magier“, so heißt es in der Bibel, Sterngucker, Astronomen (wir würden heute vielleicht Naturwissenschaftler sagen) machen sich auf eine gefährliche und lange Reise. Aus dem Morgenland folgen sie dem Stern, der ihnen von einem neuen und großen König erzählt. Und sie kommen am Ende in einem erbärmlichen Stall an – bei einem kleinen Kind. Das Erstaunliche an dieser Geschichte ist für mich, dass die Weisen dort an der Krippe niederknien und ihre königlichen Gaben bei dem Kind lassen. Sie sind sich offenbar ziemlich sicher, dass sie am Ende das gefunden haben, was sie gesucht haben: den neuen, großen König. Sie lassen sich nicht verunsichern vom äußeren Schein. Sie haben, was uns selber ganz oft fehlt: Vertrauen! Und mit diesem Vertrauen, da kommen sie am Ende ans Ziel, da finden sie Jesus, den ganz anderen König. Sie wissen nicht schon vorher, was sie erwartet, machen sich keine Bilder. So können sie sich auf diese überraschende Situation einlassen.
Diese Geschichte erzählt uns, nicht zufällig am Jahresanfang, was wir brauchen, um gut durch das neue Jahr, wie immer es auch aussehen mag, zu kommen. Wir brauchen zu allererst: Neugierde! Damit wir losgehen, vielleicht auch auf ungewohnten Wegen. Wir brauchen Orientierung, so einen Stern oder ein helles Licht – Jesus bietet sich als Licht für die Welt an. Wir brauchen die Fähigkeit uns überraschen zu lassen. (Mal sehen, was der liebe Gott noch so mit mir vorhat… – pflegte Pfarrer Riedel zu sagen) Und wir brauchen ein festes Vertrauen, dass wir am Ende auch ans Ziel kommen – an die Krippe, zu Gott, zu dem wirklichen Herrn und König unseres Lebens. Vertrauen auch darauf, dass das Licht uns richtig führt. Das genügt den Weisen für ihre lange Reise. Damit überstehen sie viele Gefahren. Da können sie auch schon mal auf ihrem Weg falsch abgebogen sein (z.B. zu König Herodes nach Jerusalem…). Am Ende kommen sie doch ans Ziel.

Herzlich grüßt Sie Ihre Kirchengemeinde zum neuen Jahr und
Pastor Manfred Hojczyk

Strasburg, den 05. Januar 2021

Ach ja, der Kirchgemeinderat hat beschlossen, wieder mit den Sonntagsgottesdiensten zu beginnen. Der nächste Gottesdienst ist also am 10. Januar 2021 um 9:30 Uhr in Strasburg.

Video-Andacht zum Heiligen Abend 2020 in Strasburg

Willkommen

Herzlich willkommen auf der Internetseite der Evangelischen Kirchengemeinden Strasburg und Blumenhagen.

Wir sind eine kleine Kirchengemeinde am nördlichen Rande der Uckermark und gehören zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Uckermärkisch-Brandenburgische und Pommersche Wurzeln verbinden sich in unserer Region. So sind wir heute Teil des Pommerschen Evangelischen Kirchenkreises und der Propstei Pasewalk. Unsere Kirchengemeinde – bestehend aus der Kirchengemeinde St. Marien der Stadt Strasburg und der Kirchengemeinde Blumenhagen, in der vier Dörfer verbunden sind, ist ein Produkt der letzten kreiskirchlichen Strukturreform und in der heutigen Form erst gut 10 Jahre alt. Zur Gemeinde gehören 6 Kirchengebäude. Auf den Dörfern wird monatlich in Strasburg wöchentlich Gottesdienst gefeiert.

Sieht man unsere alten Kirchen an, dann werden wir an eine große Tradition erinnert. Otto von Bamberg hat in unsere Region vor ca. 1000 Jahren den christlichen Glauben gebracht. Die Kirchengebäude selbst besitzen häufig einfache Vorgängerbauten und sind in ihrer heutigen Form ca. 750-8oo Jahre alt. Seit der Reformation, deren 500-jähriges Jubiläum wir in diesem Jahr 2017 feiern, sind unsere Kirchengemeinden und damit auch unsere Kirchen dem evangelischen Bekenntnis zugehörig.

Landschaftlich ist unsere Region gekennzeichnet durch weite Felder und kleine Dörfer am südlichen Rand der Brohmer Berge. Kleine Städte, in einer der dünnbesiedelsten Regionen Deutschlands, erzählen heute von der vielfältigen kriegerischen Vergangenheit – seien es die Wirren des 30-jährigen Krieges, seien es Grenzstreitigkeiten zwischen den Brandenburgern und den Pommern oder sein es die Wunden des letzten, des zweiten Weltkrieges in unserer Region. Das einzige Kontinuum scheinen die Kirchen in unseren Orten zu sein. Sie erzählen vom Glauben, auch in schweren Zeiten in unserer Region. Kommunen und Kirchengemeinden suchen heute nach zukunftsfähigen Konzepten in einer Ecke unseres Landes, in der die Bevölkerung noch immer sinkt.

Als Evangelische Kirchengemeinde vertrauen wir der Wurzeln unseres Glaubens, unserem Herrn Jesus Christus. Wir suchen und fragen nach neuen Wegen, unseren Glauben weiter zu geben. Als Kirchengemeinde wollen wir uns nicht nur selber genügen, sondern für Stadt und Dörfer da sein. Wir vertrauen auf die Zusage Jesu Christi: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18, 20) In diesem Vertrauen leben und arbeiten wir in unserer Kirchengemeinde zusammen. Lebendiger Ausdruck sind die verschiedensten Gruppen, Kreise und Projekte unter dem Dach unserer Kirche.

Ihr Pfarrer Manfred Hojczyk

 

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